Warum Ihr Bauch ständig aufgebläht ist und was Sie selbst dagegen tun können
Kennen Sie das? Morgens passt die Hose noch ganz gut – und am Abend spannt sie so sehr, dass Sie am liebsten den Knopf öffnen würden. Ihr Bauch ist prall gespannt und fühlt sich an wie aufgeblasen, fast so wie schwanger. Sie fühlen sich unwohl und leiden vielleicht zusätzlich noch unter einem Völlegefühl, Verstopfungen oder Bauchschmerzen. Manchmal ist es Ihnen sogar unangenehm, unter Menschen zu sein oder essen zu gehen.
Erkennen Sie sich darin wieder? Viele Menschen leiden unter häufigen Blähungen und weiteren Verdauungsbeschwerden. Die gute Nachricht ist: In vielen Fällen lassen sich Ursachen finden. Oft können schon kleine Veränderungen im Alltag eine große Wirkung haben.
Wann sind Blähungen noch normal?
Jeder Mensch hat gelegentlich Blähungen. Nach einer Portion Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchten oder einem kohlensäurehaltigen Getränk ist das völlig normal. Auch eine ungewohnte, sehr ballaststoffreiche Ernährung kann den Darm vorübergehend stärker belasten.
Wenn Ihr Bauch jedoch regelmäßig stark aufgebläht ist, Sie sich dadurch eingeschränkt fühlen oder weitere Beschwerden wie Durchfall, Verstopfung oder Bauchschmerzen hinzukommen, ist es jetzt der richtige Zeitpunkt, um genauer hinzuschauen.
Ihr Körper spricht mit Ihnen. Jedes unangenehme Symptom kann ein Hilferuf Ihres Körpers sein und Sie haben die Chance es zu verändern. Sie haben die Wahl!
Warum habe ich ständig einen Blähbauch?
Die Ursachen für einen Blähbauch sind oft vielfältig. Häufig kommen mehrere Faktoren zusammen.
Eine wichtige Rolle spielt die Ernährung. Ich lasse mir zum ersten Termin in meiner Praxis immer ein Ernährungstagebuch für eine Woche mitbringen.
Häufig fällt mir auf, dass viele Menschen überwiegend stark verarbeitete Kohlenhydratquellen wie Weißbrot oder helle Backwaren, Nudeln und Reis essen. Bei einer Fortbildung wurde es "beige Ernährung" genannt. Gleichzeitig werden zu wenig ballaststoffreiche Lebensmittel aufgenommen.
Diese sind für eine gesunde Darmflora unverzichtbar. Ballaststoffe sollten täglich in ausreichender Menge auf dem Speiseplan stehen. Gleichzeitig gibt es Lebensmittel, die bei manchen Menschen vermehrt Blähungen verursachen können – zum Beispiel Kohl, Zwiebeln, Hülsenfrüchte oder größere Mengen Rohkost am Abend. Auch Zuckerersatzstoffe oder kohlensäurehaltige Getränke können eine Rolle spielen.
Ebenso wichtig ist das Essverhalten. Das merke ich häufig, wenn ich mit Freunden essen gehe. Mein Teller ist noch halb voll und die anderen sind schon fertig mit dem Essen. Unser Verdauungstrakt liebt es, wenn wir bewusst und genussvoll essen. Im Mund findet bereits die Vorverdauung der Nahrung statt. Je länger wir kauen, desto weniger Arbeit hat der Darm. Wenn wir zum Essen weniger trinken, haben es die Verdauungssäfte im Magen und die der Bauchspeicheldrüse oft leichter, den Speisebrei zu verarbeiten.
Auch Stress, Bewegungsmangel und zu wenig Schlaf beeinflussen unseren Darm. Viele Menschen bemerken, dass ihre Beschwerden in belastenden Lebensphasen deutlich zunehmen.
Kann eine gestörte Darmflora Blähungen verursachen oder verstärken?
Ja. Unser Darm ist von Milliarden nützlicher Bakterien besiedelt. Das Darmmikrobiom (die Gesamtheit aller im Darm lebenden Mikroorganismen) unterstützt die Verdauung und ist wichtig für unsere Gesundheit.
Gerät dieses Gleichgewicht aus der Balance, spricht man von einer Dysbiose. Sie kann unter anderem zu Blähungen, Völlegefühl und weiteren Verdauungsbeschwerden beitragen. In der Regel spielen jedoch Ernährung, Lebensstil und Darmflora zusammen – deshalb schaue ich immer auf das Gesamtbild.
Können Unverträglichkeiten dahinterstecken?
Auch Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose-, Fruktose- oder Histaminintoleranz können Blähungen verursachen. Deshalb ist es wichtig, einen Blick drauf zu richten.
Ziel ist es immer, die Ursache zu finden um nach und nach die Lebensmittel wieder auf den Essensplan zu bringen.
Was können Sie selbst gegen Blähungen tun?
Ich erlebe in meiner Praxis immer wieder, dass schon kleine Veränderungen eine große Wirkung haben können.
Dazu gehören zum Beispiel:
- in Ruhe essen und gründlich kauen,
- während der Mahlzeiten nur wenig trinken,
- Rohkost am Abend reduzieren,
- ausreichend Ballaststoffe essen,
- regelmäßig Bewegung in den Alltag einbauen,
- Stress bewusst reduzieren und auf ausreichend Schlaf achten.
Diese Maßnahmen sind einfach umzusetzen und ihr Darm wird sich darüber freuen.
Wann ist eine Stuhluntersuchung sinnvoll?
Eine Stuhluntersuchung kann zielführende Hinweise liefern – zum Beispiel auf die Zusammensetzung des Darmmikrobioms, Entzündungszeichen im Darm, die Verdauungsleistung der Bauchspeicheldrüse oder andere Faktoren, die Ihre Beschwerden beeinflussen können.
Mir ist jedoch wichtig, nicht vorschnell eine Untersuchung zu veranlassen. Zunächst schauen wir auf Ihre Ernährung, Ihr Ess- und Trinkverhalten, Ihren Alltag und mögliche Stressfaktoren. Oft lassen sich bereits dadurch deutliche Verbesserungen erreichen.
Bleiben die Beschwerden trotz dieser Veränderungen bestehen oder gibt es Hinweise auf weitere Ursachen, ist eine gezielte Stuhluntersuchung der nächste sinnvolle Schritt. So setzen wir Diagnostik dort ein, wo sie wirklich weiterhilft.
Was verrät der Geruch der Blähungen?
Auch der Geruch kann Hinweise geben. Geruchsarme Blähungen entstehen häufig bei der Vergärung von Kohlenhydraten. Stark riechende Blähungen können unter anderem mit dem Abbau von Eiweiß im Darm zusammenhängen. Allein daraus lässt sich keine Diagnose ableiten – es kann aber ein weiterer Baustein sein, um die Ursache besser einzugrenzen.
Sind Blähungen jeden Tag normal?
Gelegentliche Blähungen sind normal. Ein ständig aufgeblähter Bauch kann verschiedene Ursachen haben. Ist es unangenehm und wird dadurch Ihre Lebensqualität eingeschränkt, ist es ratsam, mal genauer hinzuschauen!
Warum ist mein Bauch vor allem abends aufgebläht?
Im Laufe des Tages sammeln sich Verdauungsgase an. Ernährung, Essverhalten, wenig Bewegung, Stress und die individuelle Darmfunktion können dazu beitragen, dass der Bauch am Abend stärker spannt.
Kann Stress Blähungen verursachen?
Ja. Darm und Gehirn stehen in engem Austausch. Anhaltender Stress kann die Verdauung beeinflussen und Beschwerden verstärken. Die Iridologie gibt mir in diese Richtung wertvolle Hinweise. Beispielsweise auf die Belastbarkeit des Nervensystems. Das hilft mir, das Gesamtbild besser einordnen zu können.
Mein Angebot an Sie
Verdauungsbeschwerden wie z. B. Blähungen haben oft viele verschiedene Ursachen. Im Anamnese Gespräch gehen wir diesen Ursachen auf den Grund. Wir gucken Schritt für Schritt, welche Veränderungen für Sie sinnvoll und auch notwendig sind um wieder ein gutes Lebensgefühl zu bekommen.
Vereinbaren Sie gerne direkt über den nachfolgenden Button ein kostenloses Erstgespräch. In diesem unverbindlichen Gespräch lernen wir uns kennen und besprechen, wie ich Sie auf Ihrem Weg zu einer entspannten Verdauung und mehr Wohlbefinden unterstützen kann.


